Umbau der Treppe

Wohn- und Geschäftshaus von Victor Dietel in Greiz. Im Hintergrund das Obere Schloss.

Die Treppe, die nach vielen Umbauten ihre Brandsicherheit verloren hat, muss neu gestaltet werden.


Warum ein Umbau notwendig ist

Der Umbau der Treppe ist aus mehreren Gründen notwendig:

Die Stahlträger, auf denen die Granitstufen liegen, beginnen zu rosten

Die Treppenhauswand im obersten Geschoss wurde demontiert.

Wenn die Treppe in den Zustand von 1894 zurückversetzt wird, gibt es keine Garantie, dass sie den heutigen Brandschutzanforderungen entspricht.

Neue Planung

Daher muss eine neue, geschlossene, sichere und feuerbeständige Treppe gebaut werden. In der Konstruktion einer solchen Treppe darf die Brandwand nicht mehr am geneigten Dach enden, sondern muss möglichst weit über das Dach hinausragen. Die Dächer verbinden sich dann nur noch im Dachraum. Im Brandfall reduziert dies die Ausbreitung des Feuers über das geneigte Dach in das Treppenhaus.

Die geplante obere Öffnung des langen Treppenhausfensters kann mechanisch vom unteren Geschoss aus geöffnet werden. Außerdem sind im Treppenhaus kleine Balkone vorgesehen. Sie können im Brandfall als zusätzlicher Fluchtweg dienen.

Das obere Sockelgeschoss bleibt – wie im bestehenden Gebäude – weiterhin mit der Treppe verbunden.

Die Einrichtung geeigneter Installationsschächte ermöglicht eine übersichtliche und zuverlässige Verlegung verschiedener Versorgungsleitungen.

Material

Die Konstruktion der Treppe soll aus nicht brennbaren Materialien bestehen. Das Treppenhaus wird aus gebrannten Ziegeln errichtet und stabil mit den bestehenden Fassadenteilen verbunden.

Die Außenwände des Treppenturms sollen mit lokalem weißem Quarzstein verkleidet werden. Die Steine werden gesammelt.

Treppenturm

Den Abschluss der Treppe bildet ein Turm. Dementsprechend wird die nordwestliche Ecke als Treppenturm gestaltet. Das Gebäude ist vom Oberen Schloss der Reußen gut sichtbar. Somit wird der Treppenturm nicht nur das Straßenbild prägen, sondern auch das Stadtbild aus der Ferne verbessern.

Zugänglichkeit

Im Konzept der neuen Treppe soll der Zugang zum Dachgeschoss direkt über die Treppe erfolgen.

Nach den Vermessungen stellte sich heraus, dass die Höhen des oberen Grundstücksteils und des Geschosses übereinstimmen. Daher kann ein Zugang zur Treppe auch vom oberen Grundstücksniveau geschaffen werden.

Außerdem ist ein separater Ausgang von der Treppe in die Tiefgarage möglich.

Von der Treppe aus wird auch der Zugang zu dem Raum an der Stelle der ehemaligen Jauchegrube möglich sein, wo IBC-Behälter für Regenwasser aufgestellt werden.

Der zentrale Technikraum wird ebenfalls zugänglich sein und kann über das Treppenhaus erreicht werden./p>

Entwicklung des unteren Grundstücksteils

Der untere Bereich soll als eine Art Cour d'honneur gestaltet werden – ein dreiseitiger Hof zwischen den Häusern 35 und 37. Um die Belastung durch die Straße auszugleichen, schafft er eine gewisse Abgeschiedenheit. Die Eingangstür befindet sich in der Ecke des Grundstücks und führt direkt zur Treppe. Eine zusätzliche Außentreppe wird nicht mehr benötigt. Außerdem besteht vom Treppenhaus aus ein direkter Blick von den Balkonen.



Ansicht des Treppenhauses von außen


Abriss der Hofanbauten (Schuppen und Verschläge)