Brandschutz

Blick vom oberen Stockwerk des Hauses Nr. 37. Panorama der Stadt Greiz mit Blick auf das Obere Schloss und die Kirche.
Blick vom oberen Stockwerk des Hauses Nr. 37. Panorama der Stadt Greiz mit Blick auf das Obere Schloss und die Kirche.

In Deutschland muss auch bei der Umgestaltung alter Gebäude der Brandschutz den gleichen Anforderungen entsprechen wie bei Neubauten.

Da die zukünftige Nutzung des Hauses noch nicht vollständig festgelegt ist – ob sich auf den Etagen Wohnungen befinden werden, ob Büros eingerichtet werden oder andere Nutzungen entstehen – ist es wünschenswert, dass der Brandschutz erhöhten Anforderungen entspricht.

Da das Gebäude historisch ist und die Holzbalkendecken erhalten bleiben, muss dieses Risiko durch zusätzliche Brandschutzmaßnahmen kompensiert werden.

Unter diesen Bedingungen sind auf den Etagen Hydrantenschränke vorgesehen.

Alle Wand- und Bodenschränke müssen mindestens die Schutzklasse IP54 besitzen. Schränke dieser Schutzklasse, zum Beispiel vom Hersteller Striebel & John, bestehen vollständig aus pulverbeschichtetem Stahlblech mit einer Stärke von 1,6 mm. Die Türen der Schränke sind mit einer Gummidichtung ausgestattet. Dies soll den Brandschutz zusätzlich verbessern.

Fundament

Aufgrund der Hanglage des Grundstücks verläuft auch die Fundamentsohle entlang des Gefälles, das heißt, das Fundament ist nicht strikt horizontal angelegt. Es wird angenommen, dass das Fundament im Bereich der Stirnwand horizontal ist. Der Umbau betrifft das Treppenhaus, die ehemalige Sickergrube sowie den Kellerbereich. Im Übrigen bleibt der bestehende Zustand unverändert. Das vorhandene Fundament besteht aus Naturstein, wobei Schiefer dominiert. Es gibt jedoch auch Steine von höherer Qualität und Festigkeit als Schiefer. Für Reparaturen sollten Baumaterialien verwendet werden, die den vorhandenen Materialien des Gebäudes entsprechen.

Tragende Wände und Aussteifungswände

Im Kellerbereich des Gebäudes bestehen die tragenden Wände und Aussteifungswände aus massivem Mauerwerk. Vor dem Zweiten Weltkrieg war auch das Treppenhaus von einer massiven Wand umgeben, die bis zum Dachboden reichte. Zur Verbesserung des Brandschutzes wird um das Vestibül eine massive tragende Wand aus gebrannten Ziegeln errichtet.

Nichttragende Wände

Alle nichttragenden Wände der Wohngeschosse und des Daches wurden als Fachwerkkonstruktionen mit nicht frostbeständigen Ziegeln ausgeführt und werden in derselben Bauweise wieder hergestellt. Das Vestibül und die Trennwände sollen auf allen Geschossen ohne Versatz geplant werden.

Decken

Die Geschossdecken bestehen aus Holzbalken. Der Lehm-Stroh-Putz auf der Lattung ist durch Feuchtigkeit beschädigt und wird im Zuge der Renovierungsarbeiten erneuert beziehungsweise bei Bedarf durch feuerbeständige Baustoffe ersetzt.

Boden

Der Bodenbelag aus Nadelholz erfordert stellenweise ebenfalls einen Austausch. Es ist wünschenswert, diese Arbeiten unter Erhaltung der bestehenden Konstruktion auszuführen.

Stufen

Für die Stufen im Laden werden die bereits vorhandenen Stufen aus gelbem Granit verwendet. Die Treppe zwischen dem unteren und dem oberen Sockelgeschoss wird ebenfalls aus gelbem Granit gebaut – entsprechend der bestehenden historischen Treppe.